Pressestimmen
Jede sechste Brücke ist marode – 175 Bauten müssen abgerissen werden
Etliche Brücken sind in schlechtem Zustand. Oft muss ein vollständiger Ersatz her. Nun hat der Senat eine neue Liste vorgelegt. Die Bezirke sind unterschiedlich betroffen.
Tagesspiegel vom 16.01.2026 von Christian Latz
In Berlin müssen in den kommenden 15 Jahren ganze 175 Brücken abgerissen und neu errichtet werden. Das geht aus dem „Masterplan Brücken“ der Senatsverkehrsverwaltung hervor, der dem Tagesspiegel vorliegt. Damit erhöht sich die Zahl der maroden Brücken in der Hauptstadt im Vergleich zu früheren Berichten nochmals deutlich. Zuvor war der Senat von rund 120 Brücken ausgegangen, die wegen ihres schlechten Zustands neu gebaut werden müssen.
Stadtbads Lichtenberg
Tagesspiegel vom 14.01.2026 von Robert Ide
Zu neuem Leben erwecken bunte Lichter gerade die Schatten des schon seit Jahrzehnten geschlossenen Stadtbads Lichtenberg. Die eindrucksvolle Licht- und Installationsshow "Stadtbad Reloaded" hat in den vergangenen drei Monaten gut 15.000 Interessierte angelockt und wurde deshalb nun bis Ende März verlängert. Und was passiert dann mit dem vor 100 Jahren erbauten, prachtvoll gestalteten Bad, in dem viele Menschen im früheren Ostteil der Stadt das Schwimmen gelernt haben?
Hört die Signale
Die DDR-Geschichte soll für Berliner Schüler in der Oberstufe kein Pflichtthema mehr sein. Das ruft Kritik hervor.
FAZ vom 15.01.2026 von Heike Schmoll
Kaum eine andere Stadt in Deutschland ist so mit den beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts verbunden wie Berlin. Das gilt für den Nationalsozialismus, aber auch für die SED-Diktatur während der jahrzehntelangen Teilung der heutigen Hauptstadt. Berlin war Hauptstadt der DDR mit dem Sitz des Ministeriums für Staatssicherheit, Zentrum des Kalten Kriegs und Ort der Friedlichen Revolution. Die Spuren der beiden Diktaturen sind auf Schritt und Tritt im Stadtbild sichtbar geblieben, sie haben das Leben vieler noch lebender Berliner geprägt. Doch ausgerechnet in Berlin wird es künftig Gymnasiasten geben, die ein Abitur ablegen, ohne über die Geschichte der deutschen Teilung und die DDR vertiefte Erkenntnisse erworben zu haben. In der Oberstufe der Gymnasien soll die DDR-Geschichte künftig nicht mehr verpflichtend sein.
Manhattan an der Spree“: Berlin erleichtert den Bau von Hochhäusern
Nur wenige Projekte in der Hauptstadt profitieren von der Neuregelung. Doch wo sollen die Giganten tatsächlich entstehen
Morgenpost vom 13.01.2026 von Isabell Jürgens
Berlin Das vom schwarz-roten Senat beschlossene neue Berliner Hochhaus-Leitbild, das seit Jahresbeginn gilt, soll den Hochhausbau durch einfachere Verfahren beschleunigen. Es löst das Hochhaus-Leitbild von 2020 ab, das der rot-grüne Vorgängersenat eingeführt hatte. Die Evaluation des bisherigen Leitbildes habe gezeigt, dass insbesondere der Bau von Wohnhochhäusern vereinfacht werden müsse, begründete Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) den Schritt. Die Wirkung auch des neuen Leitbildes ist unter Fachleuten allerdings umstritten.
Flussbad-Projekt in Berlin: Planer bringt alternativen Standort ins Spiel
Berlin-Mitte. Seit Jahren kämpfen Hunderte für ein Flussbad in der Spree. Doch diese ist nach Meinung des Lageso kein Badegewässer. Wie es nun weitergeht.
Morgenpost vom 13.01.2026 von Iris May, Bezirksreporterin Mitte
Flussbad am Humboldt Forum - Berliner im Neoprenanzug
Am Humboldt Forum in die Spree springen und schwimmen, davon träumen viele Berliner – notfalls im Neoprenanzug. Im Oktober 2025 fand die letzte Schwimm-Demo statt. © BM | Eichhöfer / Ostkreuz
Die Initiative Fluss Bad Berlin kämpft seit nunmehr fast 30 Jahren dafür, dass Berliner, die nicht genug Bäder besitzen, in der Spree schwimmen können. In Basel und an der Ruhr baden Stadtbewohner schon seit Jahren ebenfalls in ihrem Fluss. In das Vorhaben, die Spree als Flussbad flottzumachen, haben Bund und Land Berlin bereits 7,4 Millionen Euro investiert. Auch der Bezirk Mitte unterstützt das Projekt. Der Spatenstich zur lange geplanten Freitreppe vom Schlossplatz zur Spree hinunter fand im Juli 2025 statt.
