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Pressestimmen

Über zu dicke Dämmungen, Problemviertel und Ärger mit dem Einheitsbau „Das sind menschenverachtende Kisten“

Fragen an: Tobias Nöfer - Tobias Nöfer ist Architekt und Geschäftsführer eines Büros für Architektur und Städtebau in Berlin. Marzena Skubatz
FAZ vom 01.09.2026 - Von Jan Hauser

Als Architekt in Berlin haben Sie eine klare Sicht auf die Stadtentwicklung und die Baukosten. Wie kann es mehr Wohnraum in den Städten geben?

Die Städte müssen wachsen, vor allem nach innen. Denn die Landschaft muss vor weiterer Besiedlung geschützt werden. Dafür sollten erschlossene Brachen oder größere Verkehrsschneisen bebaut, Häuser aufgestockt und Bestand ergänzt werden. Das geht aber nur, wenn Stadtgesellschaft, Behörden und Gesetzgeber mitziehen. Das ist leider selten der Fall. Die notwendigen Projekte scheitern im Klein-Klein der Regelungen und an ungelösten Zielkonflikten. Noch vor Kurzem hatten wir ganz andere Schwierigkeiten: Zehn Jahre nach der Wende hatte der Berliner Senat gemeint, die Wohnungsfrage sei gelöst – und angefangen, Plattenbauten abzureißen. Das ist aus heutiger Sicht ein Irrtum.

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Nouripour warnt vor Kostensteigerung bei Bauprojekt des Bundestags – und beklagt Geruchsbelästigung

Ein Neubau-Projekt des Bundestags droht eine Milliarde Euro zu kosten. Bundestagsvizepräsident Nouripour kritisiert zudem gravierende Mängel in bestehenden Gebäuden.
Tagesspiegel vom 09.01.2026

Ein großes Neubauprojekt des Bundestags könnte deutlich teurer werden als geplant. Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour spricht im Gespräch mit dem „Spiegel“ von möglichen Kosten von mehr als einer Milliarde Euro. Zugleich kritisiert der Grünen-Politiker bauliche Mängel in bestehenden Parlamentsgebäuden.

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„In Deutschland wurden zuletzt 1,9 Millionen Quadratmeter Wohnfläche jährlich abgerissen“

Der „Bauturbo“ wiederholt Fehler, die sogar dem Bauhaus-Gründer als „wahre Gräuel“ galten. Spätere Generationen werden die billigen Häuser teuer bezahlen. Stattdessen empfehlen Architekten andere Lösungen, die Deutschland 2,7 Millionen neue Wohnungen bringen würden.
Weltplus vom 02.01.2026 Dankwart Guratzsch

Mit dem Maßnahmenpaket für die Bauwirtschaft hat die Bundesregierung einen Riesenschritt zur Lösung der Wohnungskrise getan – zugleich aber einen zweideutigen. Die Devise lautet, Milliardeninvestitionen zu stemmen, um künftige Generationen zu entlasten. Aber der Bauturbo beinhaltet Optionen, die genau das Gegenteil bewirken. Man muss die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zugrundelegen, um die Gefahren zu sehen, die in der bürokratischen Vereinfachung liegen.

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Unionsmanager Bilger für Koalitionsvertrag 2.0

Im Jahr 2026 stehen wichtige Entscheidungen an, deren Gelingen über die Zukunft der schwarz-roten Bundesregierung entscheiden könnte. Im Interview wagt Steffen Bilger, der erste Parlamentsgeschäftsführer der Unionsfraktion, einen Ausblick.
Tagesspiegel vom 31.12.2025  von Christopher Ziedler 

Herr Bilger, welche guten Neujahrsvorsätze haben Sie als einer der maßgeblichen schwarz-roten Koalitionsmanager für sich gefasst?
Politischer Neujahrsvorsatz für uns alle in der Koalition muss sein, dass wir weniger öffentlich debattieren oder streiten, sondern uns mehr auf die Lösungen konzentrieren. Das hat im zurückliegenden Jahr in der Wahrnehmung der Leute vieles Gute überlagert. Inhaltlich bin ich mit der Bilanz nämlich durchaus zufrieden. Darauf lässt sich aufbauen.

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Der große Berliner Stadtplaner James Hobrecht wird 200 Jahre alt

Er gab der legendären „Berliner Mischung“ aus Wohnen und Arbeiten ihre erste Form. Der Hobrecht-Plan aus dem Jahr 1862 hat seine sozialpolitische Gestaltungskraft bis heute nicht verloren. 
Tagesspiegel vom 30.12.2025 von Nikolaus Bernau

Er war wichtiger für das moderne Berlin als Andreas Schlüter und Karl Friedrich Schinkel zusammen. Sein Erbe überstand sogar den Bombenkrieg und den Autowahn der Nachkriegsjahrzehnte in West-Berlin und der DDR: An Silvester vor 200 Jahren wurde im ostpreußischen Memel James Friedrich Ludolf Hobrecht geboren, dem Berlin große Teile seines innerstädtischen Straßennetzes, die schönen Fußgängerwege, Straßenbäume, kleinen Stadtparks, Markthallen und die bis heute trotz funktionierende Kanalisation verdankt.

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