Pressestimmen
Verlassen, vergammelt - und 7,9 Millionen Euro teuer!
Früher Kinderlachen, jetzt nur noch Stille: Die frühere Anna-Lindh-Grundschule an der Guineastraße ist ein Lost Place mitten in der Stadt, der langsam zuwuchert.
bz-berlin.de vom 03.09.2025 von Danilo Gladow
Das große Schulgebäude aus den 50er-Jahren wurde im August 2022 geschlossen. Grund: Schimmel! Ein aktuelles Gutachten stellte eine „stark erhöhte Konzentration von Schimmelpilzsporen“ fest, so das Bezirksamt Mitte auf B.Z.-Anfrage.
Er prägte das neue Gesicht von Berlin
Urheber des Planwerks Innenstadt, „Geschmacksdiktator“ – Zum Tode des umstrittenen Stadtplaners Hans Stimmann
Morgenpost vom 03.09.2025 von Isabell Jürgens
Berlin Berlins früherer Senatsbaudirektor Hans Stimmann ist tot. Wie der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin (AIV) mitteilte, verstarb Stimmann am vergangenen Sonnabend in Lübeck im Alter von 84 Jahren. Der von seinen Kritikern als „Geschmacksdiktator“ bezeichnete Stimmann, dessen Gestaltungsvorgaben steinerne Fassaden statt Glasbauten, eine einheitliche Traufhöhe von 22 Metern und die sogenannte Blockrandbebauung vorsahen, hat das gebaute Gesicht Berlins nach dem Fall der Mauer maßgeblich beeinflusst – und polarisiert die Architektenschaft bis heute.
Der Architekt, der das neue Berlin erschuf
Nach dem Fall der Mauer war der Architekt Hans Stimmann über viele Jahre hinweg der wichtigste Baupolitiker Berlins. Seine Regeln waren umstritten – doch er war es, der der geschundenen Hauptstadt wieder architektonischen Zusammenhalt und Identität verliehen hat.
Welt vom 02.09.2025 von Rainer Haubrich
Keiner der großen Stadtbaumeister Berlins stammte von der Spree. Der preußische Klassizist Karl Friedrich Schinkel kam aus Neuruppin, James Hobrecht, der Vater der Mietshausquartiere, aus Memel. Ludwig Hoffmann, Architekt des kommunalen Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wurde in Darmstadt geboren, und die prägende Gestalt der Zwanzigerjahre, Martin Wagner, stammte aus Königsberg.
Zum Tod von Hans Stimmann
Ein wahrhaft mächtiger Mann - Wo er sitzt, ist immer der Kopf des Tisches, hätte man in Amerika über einen wie ihn gesagt. Einen, der Autorität besitzt und ausstrahlt, als Persönlichkeit. Das Amt kommt dazu, doch obenan steht die Person.
Tagesspiegel vom 02.09.2025 von Bernhard Schulz
Auffällig war er schon mit seiner schlohweißen Haarpracht und ebensolchem Schnäuzer. Hatte er je anders ausgesehen? Im wechselnden Panoptikum der Berliner Politik war Hans Stimmann schon rein optisch eine Konstante, darüber hinaus aber eine Institution.
Widerstand gegen die A 100 kostet Zeit und viel Geld
Es hat lange gedauert. Der Bau der A100 bis zum Treptower Park dauerte 12 Jahre und wurde zum teuersten Autobahnabschnitt Deutschlands. Verzögerungen und erzwungene Umplanungen kosteten viel Geld. Aus 450 Millionen geplanten Euro wurden über 700 Millionen.
B.Z. vom 30.08.2025 von Eberhard Diepgen
DIEPGENS BERLIN- Es hat lange gedauert. Der Bau der A100 bis zum Treptower Park dauerte 12 Jahre und wurde zum teuersten Autobahnabschnitt Deutschlands. Verzögerungen und erzwungene Umplanungen kosteten viel Geld. Aus 450 Millionen geplanten Euro wurden über 700 Millionen.
