Friedrichstraße: Im Spätsommer werden Autos dauerhaft ausgesperrt

Der Senat erläutert, wie es mit der Straße weitergeht. Anlieger fordern, endlich über eine bessere Gestaltung nachzudenken. Heute sehe es dort „peinlich“ aus.
Berliner-Zeitung vom 31.03.2022 - von Peter Neumann

Die Uhr tickt. Ein paar Monate noch, dann ist ein rund 500 Meter langer Abschnitt der Friedrichstraße in Mitte dauerhaft für Autos tabu. Die Verwaltung arbeitet daran, dort den Kraftfahrzeugverkehr unbefristet auszuschließen. „Das Teileinziehungsverfahren könnte im Spätsommer abgeschlossen werden“, sagte Jan Thomsen, Sprecher von Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch (Grüne). Nun werden Forderungen immer lauter, sich professioneller als bisher um die Gestaltung zu kümmern. „Es muss einen internationalen Wettbewerb für die Friedrichstraße und Unter den Linden geben. Experten von außen müssen sich darüber Gedanken machen, wie dieser Teil unserer Hauptstadt gestaltet, wie der Verkehr dort bewältigt werden soll“, verlangte Guido Herrmann vom Anliegerverband Die Mitte.

Autobahn A100: Bund plant den Weiterbau.

Der Weiterbau der Berliner Stadtautobahn A100 gilt als heftig umstritten. Das sind die Reaktionen auf die Pläne des Bundes.
Berliner Morgenpost 29.03.2022 - von Christine Richter

Der umstrittene Weiterbau der Berliner Stadtautobahn A100 vom Treptower Park über die Spree bis ins Friedrichshainer Wohnviertel soll laut Bundesregierung so schnell wie möglich umgesetzt werden.
Für diesen 17. Bauabschnitt sei am Dienstag die Ausschreibung der Planung erfolgt, sagte die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Daniela Kluckert (FDP), der Berliner Morgenpost. Die bisherige Planung der Strecke solle noch einmal „unter Umweltgesichtspunkten und anderen Kriterien, wie des Verkehrsaufkommens oder der Lärmbelastung“ überprüft werden und bis 2025 endgültig feststehen.

Ich gehe als Letzter von Bord

Der Krieg rückt näher an die Grenze der Nato heran. In der historischen Stadt Lwiw bereitet sich ein Museumsdirektor auf das Schlimmste vor.
Berliner Morgenpost vom 29.03.2022 - von Justine Salvestroni 

Lwiw Mariupol, Charkiw, Tschernihiw: Bislang lagen die Städte, auf die der russische Raketenhagel niederging, vor allem im Südosten, Nordosten und Norden der Ukraine. Doch zunehmend gerät auch der Westen, der bislang als vergleichsweise sicher galt, ins Visier der Russen.

Insbesondere die historische Stadt Lwiw, in der bislang Flüchtlinge auf dem Weg in die EU Zwischenstation machten, ist betroffen. Lwiw liegt rund 80 Kilometer vom Nato-Mitgliedsland Polen entfernt.

Autobahn A100 wird weiter gebaut

Das Bundesverkehrsministerium gibt die Planungsmittel für den 17. Bauabschnitt frei. Die Ampel-Regierung will die Verlängerung.
Berliner Morgenpost 29.03.2022 - Von Christine Richter 

Berlin. Die Bundesregierung macht den Weg frei: Die Stadtautobahn A100 soll weitergebaut werden. Derzeit wird der sogenannte 16. Bauabschnitt gebaut, der im Jahr 2024 in Betrieb genommen werden soll. Doch auch der in Berlin umstrittene 17. Bauabschnitt wird ab sofort in Angriff genommen.

Die im Jahr 2018 gegründete Autobahngesellschaft des Bundes hat am heutigen Dienstag die Ausschreibungen für die Planungen des 17. Bauabschnitts veröffentlicht, bis 2025 soll nun die Linienführung der A100 in dem Abschnitt von der Elsenbrücke bis zur Storkower Straße klar gezogen werden.

Warum die Friedrichstraße endgültig zur Trostlosstraße wird

Die Friedrichstraße sollte eine schöne Flaniermeile werden, ein großes Stück davon autofrei. Gute Idee - aber so richtig funktioniert hat das bisher nicht.
bz-berlin.de vom 27.03.2022- von Jürgen Wenzel 

Die Friedrichstraße gehört zu den berühmtesten Straßen Berlins. Wie keine andere steht sie für Berlins Vergangenheit und ihre Geschichte reicht zurück bis zu ihrem Namensgeber König Friedrich I. von Preußen (1657-1713). Während der Goldenen Zwanziger Jahre zog sie Berliner genauso wie Touristen magisch an. Hier pulsierte tags und nachts das Leben. Heute, 100 Jahre später, ist vom Glanz der Vorzeigestraße leider nur noch wenig zu spüren.