Treppe vor dem Schloss auf der Kippe

Bau stößt im Zusammenhang mit anderen Vorhaben am Humboldt Forum auf Widerstand. Jetzt wankt auch der Senat
Berliner Morgenpost vom vom 07.05.2022 von Isabell Jürgens

Ein Grüppchen Interessierter hat sich am Donnerstagabend am Schloßplatz versammelt und schaut durch die Gitter eines Bauzaunes am Spreekanal, hinter dem bereits hüfthoch Wildkräuter wuchern. Die massive, steinerne Uferwand, die im gesamten Kanal unter Denkmalschutz steht, fehlt dagegen. Genau dort, erklärt ihnen Timo Herrmann von bbz Landschaftsarchitekten, sollten jetzt eigentlich die Bauarbeiten an einer Freitreppe im vollen Gange sein, auf deren Stufen die Menschen im Jahr 2024 sitzen und den Sonnenuntergang auf der Westseite des Humboldt Forums direkt am Wasser genießen können.

Gertraudenbrücke: Initiativen werben für neue Planung

Statt Neubau sei Ertüchtigung des alten Bauwerks möglich
Berliner Morgenpost vom 06.05.2022 von Jessica Hanack

Bei den Plänen für die Neubauten der Mühlendammbrücke und der Neuen Gertraudenbrücke in Mitte stören sich Anwohner daran, dass die Breite der Bauwerke unverändert bleiben und lediglich der Querschnitt angepasst werden soll, wenn der Kfz- Verkehr abnimmt. Zwar hatte die Mobilitätsverwaltung angekündigt, dass bei der Neuen Gertraudenbrücke in einem Wettbewerb Entwürfe begrüßt werden sollen, die einen Rückbau und eine schmalere Brücke vorsehen. Initiativen werben aber dafür, die Mühlendammbrücke schmaler zu bauen – und im Fall der Neuen Gertraudenbrücke auf einen Neubau zu verzichten. Stattdessen solle die Alte Gertraudenbrücke ertüchtigt werden.

Flussbad mit viel kleinerem Filter

Verein stellt Umplanung vor. Demnach kann die Reinigungsfläche um 60 Prozent reduziert werden. Das spart Kosten
Berliner Morgenpost vom 04.05.2022 von Isabell Jürgens

Zu teuer, zu elitär, zu unhygienisch, unökologisch, technisch nicht machbar und aus denkmalpflegerischen Aspekten unangemessen: Das Vorhaben, nach rund 100 Jahren mitten in Berlin wieder eine Flussbadeanstalt zu eröffnen, hatte zuletzt mit heftigem Gegenwind zu kämpfen. Jetzt melden sich die Macher mit überraschenden neuen Zahlen zu Wort.

„Der Verein „Flussbad Berlin “ präsentierte am Dienstag die Ergebnisse aus einem Langzeitversuch. Die auf der „Hans-Wilhelm“, einem zum Laborschiff umgebauten Lastkahn, über viereinhalb Jahre getesteten Filtersysteme hätten ergeben, dass eine für das Baden ausreichende Wasserqualität im Kupfergraben mit einer gegenüber den ursprünglichen Planungen um 60 Prozent kleineren Filterfläche erzielt werden könne.

Berliner CDU: Friedrichstraße muss Chefsache werden

Die Berliner CDU kritisiert den jüngsten „Alleingang“ der Verkehrssenatorin . Die Friedrichstraße müsse neu belebt werden.
Berliner Morgenpost vom 03.05.2022

Die Berliner CDU kritisiert die neuen Pläne von Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) an der Friedrichstraße in Mitte. Oliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Berlin , erklärte am Dienstag: „Es wird nicht besser, wenn Frau Jarasch einen Fehler in der Friedrichstraße mit einem Doppelfehler ( Friedrichstraße und Charlottenstraße) korrigieren will. Notwendig ist ein Gesamtkonzept ohne Ausgrenzungen für den ganzen Einzugsbereich in der Berliner Mitte."

Ein Springbrunnen mitten auf der Friedrichstraße

Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) hat den Abschlussbericht zum autofreien Abschnitt vorgestellt. Scharfe Kritik aus Hotellerie, Gastronomie und Handelsverband
Berliner Morgenpost vom 04.05.2022 von Lea Hensen

Fußgängerzone oder gar „Piazza“: Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) hat am Montagabend offiziell den Abschlussbericht zur Umgestaltung der Friedrichstraße vorgestellt. Am Dienstag hat sie ihn veröffentlicht. Wie die Berliner Morgenpost bereits vorab berichtet hatte, soll der seit August 2020 provisorisch eingerichtete autofreie Abschnitt zwischen Französischer Straße und Leipziger Straße dauerhaft nur noch von Passanten genutzt werden. Dafür wird die Flaniermeile noch einmal umgestaltet, auch, um Aspekte zu verbessern, die von Anfang an kritisiert worden sind. „Ganz von Null anfangen möchten wir aber nicht“, betonte Jarasch.