Pressestimmen
Kritik an Molkenmarkt-Plänen: Bürgervereine sehen Schwächen am Kulturbaustein
Allianz Berliner Bürgervereine bewertet die neuen Pläne für den Molkenmarkt. Sie lobt große Teile der Entwürfe, fordert für Los 4 jedoch deutliche Änderungen an Fassaden, Fenstern und Dachgestaltung.
Entwicklungsstadt vom 13.07.2026 von Dajana Rubert
Die Entscheidung über die Architekturentwürfe für Block A und Block B2 hat die Debatte über den Molkenmarkt neu belebt. Eine Allianz mehrerer Berliner Bürgervereine erkennt Fortschritte bei der Gestaltung des künftigen Quartiers an. Ihre Stellungnahme enthält jedoch auch detaillierte Kritik; vor allem an jenem Gebäudekomplex, der den südlichen Abschluss des neuen Stadtviertels bilden soll.
Molkenmarkt statt Altstadt-Rekonstruktion: Berlins neue historische Mitte?
Warschau rekonstruierte seine historische Altstadt, Berlin entschied sich nach dem Zweiten Weltkrieg für einen anderen Weg. Im letzten Teil unserer Reihe richtet sich der Blick auf den Molkenmarkt – und die Frage, ob Berlin dort eine neue historische Mitte schaffen kann.
Entwicklungsstadt vom 08.07.2026 von Wolfgang Leffler
In den ersten vier Teilen dieser Artikelreihe ging es um den Wiederaufbau Warschaus, die identitätsstiftende Kraft historischer Rekonstruktion und die Frage, warum Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg einen grundlegend anderen Weg einschlug.
Das Luther-Denkmal an der Marienkirche
Denkmal für Luther soll sichtbarer werden. Entwurf für Neugestaltung in Mitte liegt nach langen Diskussionen vor.
Morgenpost vom 08.07.2026
Berlin Das Luther-Denkmal in Mitte in der Nähe der Marienkirche und des Roten Rathauses soll aufgewertet werden. Nach einer Restaurierung soll es einen Natursteinsockel, eine umlaufende Sitzbank und eine Informationsstele erhalten, wie die Senatsbauverwaltung am Dienstag in Berlin mitteilte.
Berlin ist Putz Typisch, aber nicht Naturstein
Die künftigen Häuser im Molkenmarktviertel sollen aus Tradition Arkadengänge und Naturstein erhalten. Dahinter verbirgt sich jedoch Geschichtsklitterung.
Tagesspiegel vom 05.07.2026 von Nikolaus Bernau
Vergangene Woche stellte der Berliner Senat seine Pläne für die Häuser im künftigen Molkenmarktviertel vor. Über diese Entwürfe wird sicher noch viel gestritten, die wie aus den Handbüchern kulturpessimistischer Architekturreformer um 1910 zu stammen scheinen. Da wäre etwa die Behauptung von Senat und Architekten, die vorgestellten Projekte würden lokale Traditionen weiterführen.
Das Berliner Schlösschen am Wasser, von dem kaum jemand weiß
Berlin. Architektin Christina Petersen hat zahlreiche berühmte Gebäude Berlins restauriert. Sie erklärt, warum ausgerechnet das unbekannte Jagdschloss Glienicke ihr Lieblingsort ist.
Morgenpost vom 04.07.2026 von Uta Keseling
Beim Stichwort „Jagdschloss Glienicke“ gibt es bei Berlinern zwei mögliche Reaktionen: „Ah, das mit dem teuren Glasanbau!“, sagen die einen. Die sich noch an den Streit und die jahrelange Sanierung des landeseigenen Schlösschens unweit der Glienicker Brücke erinnern. Vielleicht sogar an den großen Brand 2003, mit dem die Sanierung begann. Die anderen fragen: „Wo soll das denn sein?“ Oder sie verwechseln es mit dem Schloss Glienicke. Das ist die klassizistische Villa im italienischen Stil mit dem goldenen Löwen am Eingang, von Berlin aus gesehen kurz vor der Glienicker Brücke im Grunewald.
