Pressestimmen
Berlin im Mittelalter
Wie sich der Städtebau um 1200 veränderte
Tagesspiegel vom 03.01.2025 von Ralf Brockschmidt
Berlin wird 1237 erstmals urkundlich erwähnt: Auf diesem Datum basieren alle Stadtjubiläen. Aber ist das überhaupt richtig? Laut Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin , ist die Stadt eigentlich älter. Heute könne man die Gründung einer Stadt besser belegen, sagt der Berliner Landesarchäologe. „1237 war alles schon längst gelaufen. Am Petriplatz wurden die ältesten Gräber deutlich vor 1200 angelegt“.
Alt trifft neu
Im Forum an der Museumsinsel in Mitte ist architektonische Geschichte lebendig. Ein Streifzug
Berliner Zeitung vom 02.01.2025 von Jannik Läkamp
Ein Stück Stadtgeschichte, ein Stück Architekturgeschichte: Im Forum an der Museumsinsel in Mitte sind die Baustile von vier Jahrhunderten vereint. In dem 80.000 Quadratmeter großen Areal stehen unter anderem Gebäude im Stil des Bauhauses neben neobarocken und klassizistischen. Lange Zeit war der Ort ein Zentrum der Kommunikation. Aber nicht nur das. Hier trafen sich einst Freimaurer, wurden Kinder in einer Frauenklinik der Charité geboren. Inzwischen gehört das ganze Areal dem Unternehmer Ernst Freiberger. Er ließ bis 2017 vieles renovieren und umbauen, in enger Zusammenarbeit mit Historikern. Die Geschichte und Kultur des Ortes sollten dabei erhalten bleiben, es sollte ein „historisches Bau -Ensemble mit moderner Nutzung“ werden, betonte Freiberger. Inzwischen sitzen hier auch einige Firmen des Internetzeitalters. Ein Überblick.
Warum Deutschland Berlin hat, aber keine Hauptstadt
Arm, aber sexy? Längst vorbei
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 31.12.2024 von Jürgen Kaube
Große Klappe, kleiner Gewinn: Deutschland hat in Berlin seinen Regierungssitz, aber keine Hauptstadt. Warum Berlin es in den 35 Jahren nach dem Mauerfall nicht einmal vermocht hat, wirtschaftlich eigenständig zu werden.
Träum weiter, Berlin
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 31.12.2024 von Simone Strauß
Dazu verdammt, immer zu werden, niemals zu sein! Das schrieb der Kunstkritiker Karl Scheffler und hat damit jenen rastlosen Aktivismus ausgedrückt, der lange Zeit mit dieser Stadt verbunden wurde. Die ständige Unzufriedenheit mit dem Gegebenen. Das Spiel auf Risiko. Die Sucht nach Wandel. Dass diese Verdammnis in Wirklichkeit ein Versprechen war, ist Berlins große Erzählung. Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Hier ist immer etwas im Entstehen. Hier gab es immer wieder Unstetigkeit. Umstürze. Revolutionen.
Berlin: Zustand kritisch – Warum Baudenkmale verrotten
Berlin. Die Gesellschaft Historisches Berlin mahnt: Das Land setzt falsche Prioritäten im Umgang mit denkmalgeschützten Immobilien.
Morgenpost vom 20.12.2024 von Isabell Jürgens
Das Kinderkrankenhaus Weißensee, die Ausflugsgaststätte Riviera in Grünau oder das legendäre Strandbad Wannsee: Der desolate Zustand dieser drei Bauwerke verdeutlicht nach Auffassung der Gesellschaft Historisches Berlin (GHB), dass das Land Berlin als Eigentümer vieler denkmalgeschützter Immobilien versagt. „Die Senatsverwaltungen, insbesondere das Landesdenkmalamt und die landeseigene BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, setzen im Umgang mit denkmalgeschützten Immobilien falsche Prioritäten“, sagt Gerhard Hoya, Vorstandsvorsitzender der GHB.
