Pressestimmen
Geschichte trifft Gegenwart: Wie der Grenzsteg auf der Spree zur Kulturmeile werden soll
Ein lange unzugänglicher Steg mitten auf der Spree soll zum lebendigen Stadtraum werden. Mit dem „Grenzhafen Berlin“ soll ein Ort entstehen, der Berliner Geschichte, Schifffahrtstradition und Kultur an der einstigen Grenze zwischen Treptow, Friedrichshain und Kreuzberg verbindet. Zwei Büros haben den Sprung in das abschließende Werkstattverfahren geschafft.
Entwicklungsstadt vom 11.07.2025 von Karin Schütte
Zwischen Oberbaum- und Elsenbrücke zieht sich ein rund 480 Meter langer Steg über die Spree. Jahrzehntelang war dieser Steg, Teil der einstigen Grenzanlagen zwischen Ost- und West-Berlin, ein Symbol der Teilung und blieb bis heute weitgehend unzugänglich. Mit dem „Grenzhafen Berlin“ soll sich das ändern: Ein Werkstattverfahren soll die Grundlage schaffen, um das denkmalgeschützte Bauwerk zu sichern und als öffentlich erlebbaren Stadtraum zu gestalten.
Bauturbo: Opposition kritisiert Regierungspläne für schnelleren Wohnungsbau
Die Bundesregierung will den Bau von Wohnungen in Deutschland beschleunigen. Dadurch würde kein bezahlbarer Wohnraum gefördert, kritisiert die Grünen.
Berliner Zeitung vom 10.07.2025 von afp khe
Der Bundestag hat erstmals über die Pläne der schwarz-roten Bundesregierung für einen schnelleren Wohnungsbau beraten. Dabei kritisierte vor allem die Oppositionspartei Bündnis 90/ Die Grünen das Vorhaben. So warfen die Grünen der Bundesregierung vor, teure Neubauten anstelle bezahlbaren Wohnraum zu fördern.
Altes Museum versinkt im Untergrund
Eine Ausstellung beleuchtet die 200-jährige Geschichte des Gebäudes am Lustgarten – es muss dringend saniert werden
Morgenpost vom 10.07.2025 von Isabell Jürgens
Berlin Als vor 200 Jahren der Grundstein für das Alte Museum im Berliner Lustgarten gelegt wurde, war dem verantwortlichen Architekten Karl Friedrich Schinkel durchaus bewusst, dass er auf schwankenden Grund baute. Zur Gründung des Gebäudes mussten rund 3000 Kiefernholzpfähle in den Boden getrieben werden. Die Pfähle sind zwar immer noch im guten Zustand – doch sie können nicht verhindern, dass Berlins ältestes und erstes Museum mitsamt seiner monumentalen Säulenhalle langsam absackt. Viel Zeit, um den Prozess zu stoppen, bleibt nicht.
Neuer Plan soll die historische Mitte bezahlbar machen
Vor neun Jahren beschloss der Senat, wie der Berliner Gründungsort wiederhergestellt werden soll. Nun wird dort höher und dichter gebaut
Morgenpost vom 01.07.2025 von Isabell Jürgens
Mitte Schon mehr als zwei Jahrzehnte wird um die Stadtreparatur an Berlins ältestem Platz, dem Molkenmarkt, gestritten. Seit 2016 gibt es einen festgesetzten Bebauungsplan, der den neuen Verlauf der Grunerstraße und eine geplante Bebauung auf fünf Baublöcken definiert.
Illusion autofreie Stadt: Berlins Parallelwelten
Ein eigenes Auto gilt in Berlin als umweltschädlicher Luxus – dabei muss man es sich erstmal leisten können, darauf zu verzichten
Morgenpost vom 30.06.2025 von Uta Keseling
Es gibt diese Momente im Berliner Alltag, bei denen ich nicht weiß, ob ich lachen oder schreien soll. Diese Woche jubelten einige Innenstadt-Berliner, weil das Berliner Verfassungsgericht den juristischen Weg frei gemacht hat für einen Volksentscheid, der so irre klingt, dass man, tja: entweder kurz lacht und dann weitergeht, -fährt oder -denkt.
