Pressestimmen
Bürger machen sich für eine „historische Mitte“ stark
Berliner Erklärung für Architektur-Rekonstruktionen und weniger Verkehr: Wie sich Vereine für eine Wende im Städtebau einsetzen
Morgenpost vom 29.08.2024
Mitte Von der historischen Stadtmitte Berlins haben lediglich einige Dutzend Altbauten die Kriegsbomben und die autogerechte Stadtplanung aus DDR-Zeiten überdauert. Zwar hat der Berliner Senat mit dem Rückbau der Grunerstraße, die Platz schafft für ein neues Wohnquartier am Molkenmarkt, einen Schritt zur Stadtreparatur eingeleitet. Elf Bürgervereinen und der Stiftung Mitte Berlin (SMB) geht das jedoch nicht weit genug. Mit der „Berliner Erklärung zum Städtebau“ fordern sie einen Neustart in der Stadtplanung.
Berliner Erklärung fordert: Eine schöne Stadt für eine offene Gesellschaft
Die Engagierten wollen das Herz der Stadt wieder zum Schlagen bringen – und laden zum Fest mit Tanz, Theater, Führungen, Vorträgen und Diskussionen ein
Berliner Zeitung vom 28.08.2024
Auf Initiative der Stiftung Mitte Berlin (SMB) wird während des Mitte-Festes am 30. August die Berliner Erklärung zum Städtebau von der SMB sowie weiteren Mitveranstaltern des Festes und Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Festes unterzeichnet.
Molkenmarkt
Senat verschiebt Planungen ins nächste Jahr
Tagesspiegel vom 27.08.2024 von Teresa Roelcke
Die Pläne für das neue Quartier am Molkenmarkt in der Berliner Mitte verzögern sich weiter. Das geht aus der noch unveröffentlichten Antwort von Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt (parteilos, für SPD) auf eine schriftliche Anfrage des Grünen-Abgeordneten Julian Schwarze hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt.
Berlins große Straßen – zu schade, um nur darauf Auto zu fahren
Zehn ausgewählte Hauptstraßen und zehn Architekten, die Vorschläge für Berlin nach der Mobilitäts-, Klima- und Energiewende liefern
Morgenpost vom 26.08.2024 von Isabell Jürgens
Unter den Linden tut sich was: Handwerker sind dabei, große Boxen aufzustellen. Es sind Vorbereitungen für die Freiluft-Ausstellung „Große Straßen von morgen “. In dieser zeigen zehn namhafte Architekturbüros auf dem Mittelstreifen des Boulevards beispielhaft anhand von zehn Hauptstraßen Berlins und der benachbarten Landeshauptstadt Potsdam, welches Potenzial in den teils überdimensionierten Verkehrsachsen liegt.
Unter den Linden : Deutschlands Visitenkarte mit Makeln
Paris hat die Champs-Élysées, New York die Fifth Avenue, Berlin den Linden-Boulevard. Warum der Ort an Glanz verliert – und was zu tun ist
Berliner Morgenpost vom 17.08.2024 von Iris May
Berlin „ Unter den Linden “ heißt die älteste Flaniermeile Berlins und wahrscheinlich die berühmteste Straße Deutschlands. Der Kulturhistoriker Erwin Seitz, der eine umfassende Biografie über die Straße verfasst hat, sieht in ihr sogar die „Visitenkarte Deutschlands“. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann der Aufstieg der sandigen Lindenstraße, deren Boden jahrzehntelang von Schweinen aus den umliegenden Bauernhöfen aufgewühlt wurde, zum eleganten Prachtboulevard. Starken Aufwind erhielt die Entwicklung durch die Eröffnung des Brandenburger Tores 1791 und den Bau der Schlossbrücke 1824 mit ihren heldenhaften Marmorskulpturen, was eine grandiose Verbindung zwischen Stadtschloss und Brandenburger Tor schuf.
