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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Historischen Berlins, hier unser aktueller
Rück- und Ausblick
Heutiger Zustand Berlins nach der Wiedervereinigung
- Berlin zeigt nach wie vor kaputte Infrastruktur- und Ordnungdefizite: Baustellen, marode Parks und vernachlässigte Straßen.
- Die Wahrnehmung der Stadt ist gemischt: Für manche bleibt Berlin die schönste Stadt der Welt, andere sehen schwere Probleme.
Politische Lage
- Es ist möglich, dass Elif Eralp (Regierende Bürgermeisterin) künftig von der Linken in Verantwortung genommen wird. Eine Koalition mit Grünen und SPD ist nicht ausgeschlossen.
- Das Wahlprogramm der Linken fordert: Bezahlbares Wohnen, Volksentscheide, Enteignungen von Wohnungsgesellschaften, gebührenfreien ÖPNV, Mängelbehebung im Müll- und Stadtbild. Finanzielle Umverteilung wird vorgesehen.
- Kritisch bleibt die Frage der Finanzierung: Bei ca. 70 Mrd. Euro Schuldenstand sind die Kosten für Instandhaltung, Verwaltung und Sanierung der Wohnungen und Infrastruktur enorm.
Wichtige Debattenpunkte
- Innenpolitische Kontroversen: Antisemitismusvorwürfe gegen Teile der Linken, insbesondere im Ortsverband Neukölln, werden diskutiert.
- Realistische Umsetzung: Wie soll eine ausreichende Wohnungspolitik finanziert und eine funktionierende Infrastruktur geschaffen werden?
Fragestellungen zur Politikgestaltung
- Ist unter den aktuellen politischen Verhältnissen eine ökologische, soziale Stadtentwicklung möglich?
- Wer baut den dringend benötigten Wohnraum? Mit welchen Mitteln wird die Infrastruktur saniert und klimafreundlich umgestaltet?
- Die architektonische Vielfalt und eine erkennbare lokale Identität bleiben auf Wunsch der LINKEN auf der Strecke, dafür bezahlbares Wohnen
Wahlentscheidung
- Die Wahlentscheidung reflektiert nicht nur politische Programme, sondern auch die Erwartungen an eine nachhaltige Stadtentwicklung Berlins.
- So hat sich Berlin gewandelt. Die Wahl wird diesen Wandel endgültig vollziehen. Denn die Berliner haben eine Wahl nur zwischen politischem Personal, das blass, kraftlos und unverständig ist. Die einen haben die Stadt kaputtgehen lassen, die anderen planen, sie noch kaputter zu machen. Das ist, wir kennen den Reflex, kein „Berlin-Bashing“. Ich lebe seit 33 Jahre in Berlin und keinen Grund, die Stadt zu beschmutzen. Sie beschmutzt sich selbst, sie basht sich selbst. Das Symbol symbolisiert nichts mehr.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Hoya Vorsatnsvorsitzender der Gesesllschaft Historisches Berlin e.V.
Veranstaltungskalender 2026
17. Historischer Salon
Vergangenheit und Zukunft der Berliner Mitte
Wann: Mittwoch, den 30. September 2026 um 18 Uhr Ort: Nikolaihaus (Erdgeschoss), Brüderstraße 13, 10178 Berlin
Foto: Förderverein Berliner Schloss Freuen Sie sich diesmal auf einen ganz besonderen Gast - Andreas Hoferick: Der 1959 im Harz geborene Künstler absolvierte zunächst eine Steinmetz- und Steinbildhauerlehre, es folgte ein FH-Studium mit Abschluss als Diplom-Restaurator. Im Jahr 1995 gründete er seine eigene Steinbildhauerwerkstatt in Berlin-Weißensee.
Dort arbeitet er mit seinem Team nach traditionellen Methoden. Auf der Grundlage von historischen Fotos, Zeichnungen oder Fragmenten entstehen zunächst Tonmodelle und schließlich detailgetreue Nachschöpfungen aus Sandstein. Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses ist nicht denkbar ohne das zwei Jahrzehnte währende Engagement von Andreas Hoferick. Seine Werkstatt hat zahlreiche monumentale Figuren, Reliefs und Ornamente für die Fassaden und die Kuppel erschaffen. Für das Dach des Humboldt-Forums entstanden bis Mitte 2025 allein 19 Balustraden-Skulpturen, darunter Götter- und Prophetenstatuen.
Doch was inspiriert Hoferick allgemein an seiner Arbeit als Bildhauer? Was hat ihn speziell am Projekt Berliner Schloss fasziniert? Wie lief hier seine Arbeit konkret ab? Würde er seine Expertise erneut zur Verfügung stellen, wenn es - soweit politisch gewollt - zu weiteren Rekonstruktionsarbeiten am Berliner Schloss kommen sollte, insbesondere dem Einbau des Gigantentreppenhauses?
Wir freuen uns auf einen spannenden Vortrag mit anschließender Diskussion und bitten um Anmeldung bei unserem stellvertretenden Vorsitzenden Wolfram Giese (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) nebst Entrichtung des Teilnahmebeitrags von 10 Euro für Raum, Speis und Trank auf unser Konto: IBAN DE56 1009 0000 5705 1550 05 - BIC BEVODEBB
8. Stammtisch der Gesellschaft Historisches Berlin e.V.
Wann: Mittwoch, 07. Oktober 2026 um 19.00 Uhr Wo: Fischer & Lustig, Poststraße 26 • 10178 Berlin (fischerundlustig.de) Dauer: ca. 1,5–2 Stunden
Format: ein offenes Treffen in lockerer Atmosphäre. Kommen Sie ins Gespräch, lernen Sie Mitstreiterinnen und Mitstreiter kennen und bringen Sie gern kurze Geschichten, Fotos oder Fundstücke aus der Historischen Mitte mit.
Ziel: ungezwungener Austausch, neue Ideen, gemeinsame Vorhaben. Kostenlos; Spenden/Beiträge freiwillig
Wir freuen uns auf Sie – Gäste und Interessierte sind ausdrücklich willkommen! Anmeldung (erwünscht): bitte kurz per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder Telefon
Heiko Mehnert, Organisatorenteam, Kontakt: 030 / 434 90 688 und Gerhard Hoya Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Denkmäler in der historischen Mitte, II. Teil
Stadtführung mit Dr. Jörg Kuhn
Wann:Sonntag, den 11. Oktober 2026 um 11.00 Uhr Treffpunkt: Schinkelplatz
Der Weg führt uns vom Schinkelplatz, über den Schlossplatz und die Museumsinsel zum Schloßbrunnen und Lutherdenkmal mit dem Kunsthistoriker Dr. Jörg Kuhn
GHB-Abbildung: Fachkundige Führung zu Denkmälern in der historischen Mitte mit Kunsthistoriker Dr. Jörg Kuhn
Vorankündigung der GHB Mitgliederversammlung - Wahl eines neuen Vorstandes
Einige Vorstandsmitglieder werden aus Altersgründen nicht mehr kandidieren. Wir bitten um die Kandidatur von Mitgliedern. Aufgrund der neuen politischen Gegebenheiten gibt es viel zu tun.
Die Mitgliederversammlung findet statt im November 2026, 18.00 Uhr in der GHB-Geschäftsstell, Wilhelmstraße 88, 10117 Berlin
Termin: Bekanntgabe erfolgt im Oktober 2026
SPENDENAUFRUF
UNTERSTÜTZEN SIE UNS MIT IHRER SPENDE, DAMIT WIR AUCH WEITERHIN UNSERER PROJEKTE IN ATTRAKTIVER FORM PUBLIZIEREN KÖNNEN
Herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spender, die die Arbeit der GHB in den zurückliegenden Jahren tatkräftig unterstützt haben. Ihre Spende trug dazu bei, dass wir die Ziele unseres Vereins ver-wirklichen konnten und durch Ausstellungen, Vorträge, Diskussionen, Führungen und Veröffentlichungen das Historische Berlin vielen Bürgern und Besuchern unserer Stadt näherbringen konnten. Das historische Berlin ist das Fundament für die Identität Berlins. Dieses Fundament zu erhalten, ist heutzutage keine leichte Aufgabe, insbesondere unter den aktuellen politischen Gegebenheiten.
Die begonnene Arbeit wollen wir verstärkt fortsetzen. Wir arbeiten zur Zeit an Visualisierungen zum Klosterviertel und am Projekt „Intensivierung der GHB-Öffentlichkeitsarbeit“.
Kostenerhöhungen und die demografische Entwicklung in unserer Mitgliedschaft engen unsere finan-ziellen Möglichkeiten ein. Auch die aktive Teilhabe der Mitglieder nimmt aufgrund der Überalterung ab, was zur vermehrten Beschäftigung von Dienstleistern und somit zu höheren Ausgaben führt.
Bitte helfen Sie uns weiterhin mit einer Spende! Jeder Geldbetrag zählt! Unser Verein ist gemeinnützig und darf Spendenquittungen ausstellen.
Aktuelle Presse
Bauentwicklung allg. / Kultur / Politik / Berlin Mitte:
So wenig Neubau wie seit zehn Jahren nicht Tagesspiegel vom 14.09.2026 Berlin steckt in der Wohnungskrise. 100.000 Wohnungen fehlen der Hauptstadt, die Angebotsmieten stiegen in den vergangenen Jahren stärker als in allen anderen deutschen Großstädten.
„Schikanen der Schlosshasser“: Wilhelm von Boddien attackiert „Ost-Rechthaber“ Dorgerloh Berliner-Zeitung.de vom 15.09.2026 Das Tischtuch ist zerschnitten, das Zerwürfnis perfekt, seitdem die Stiftung Humboldt Forum den Förderverein Berliner Schloss mit seinem Gründer und Geschäftsführer Wilhelm von Boddien vor die Schlosstüre gesetzt hat: kein Raum mehr im ganzen riesigen Gebäude für den Bürgerverein, der die Rekonstruktion des Schlosses mit historisch-barocker Fassade durchgesetzt und mithilfe Zehntausender Spender finanziert hat.
Bei Wolfram Weimer geht die Klassik vor Tagesspiegel.de vom 17.09.2026 von Rüdiger Schaper Kurz vor der Berlin-Wahl gibt es ein neues Abkommen: Der Bund unterstützt die großen etablierten Einrichtungen. Kleinere Häuser und Festivals sorgen sich um ihre Zukunft. Von Stand: Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Mehr als nur Fassade FAZ vom 19.09.2026 von Anne-Christin Sievers Quadratisch, eintönig, unsinnlich: Viele Neubaugebiete, die in den vergangenen Jahren am Rand deutscher Großstädte aus dem Boden gestampft wurden, bieten nicht gerade den attraktivsten Anblick. Immergleiche Reihen aus charakterlosen Klötzchen in Weiß, Grau und Schwarz, so weit das Auge reicht. In all den Diskussionen darüber, wie sich hohe Mieten und Wohnraummangel durch den Bauturbo beseitigen lassen, und das möglichst energieeffizient und klimaneutral, gerät ein Thema leicht aus dem Blick: das Schöne.
Wie es nach der Wahl in Berlin weitergeht Morgenpost vom 21.09.2026 von Hans Cord Hartmann Berlin Nach einer kurzen Nacht beginnt an diesem Montag die Auswertung der Wahlergebnisse – intern in Gremiensitzungen, öffentlich in Pressekonferenzen. Danach werden die Sondierungsgespräche vorbereitet. Die Linke kommt am nächsten Freitag zu einem Parteitag zusammen. Die Basis soll dann entscheiden, ob Sondierungsgespräche aufgenommen werden sollen oder nicht. Über die genaue Tagesordnung will die Partei an diesem Montag entscheiden.
Linke klar stärkste Kraft, historisches Ergebnis und steht vor schwieriger Regierungsbildung mit Grünen und SPD. CDU zweitstärkste Kraft. Morgenpost vom 21.09.2026 von Nicole Dolif Berlin Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wird die Linke klar stärkste Kraft und verweist die CDU auf Platz zwei. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erreicht die Linke 25,7 Prozent. Damit könnte Elif Eralp die erste Linke werden, die das Amt der Regierenden Bürgermeisterin in der Hauptstadt übernimmt. Die 45-Jährige wäre zudem die erste Berliner Regierungschefin mit Migrationsgeschichte. „Ab heute verändern wir gemeinsam unser Berlin und machen daraus einen besseren Ort“, sagte Eralp bei der Wahlparty ihrer Partei. „In unserer Stadt haben die Liebe und die Gerechtigkeit über den Hass gewonnen und dieses Signal geht raus in die Welt.“
Nach der Wahl Morgenpost vom 22.09.2026 im Festsaal Kreuzberg tanzt Elif Eralp am Sonntagabend ausgelassen, während der kurdische Freiheitsgesang „Jin, Jiyan, Azadi“ ertönt, als hätte man gerade ein Regime gestürzt statt ein Abgeordnetenhaus gewählt. Clan-Boss Issa Remmo gibt sich kurz vorher auf einer anderen Wahlparty in Neukölln die Ehre, offenbar ganz selbstverständlich. Am Ende des Abends steht ein historischer Erfolg: Die Linke hat ihren Stimmenanteil mehr als verdoppelt und ist erstmals stärkste Kraft in Berlin.
Linke klar vorne – Klatsche für die Grünen im Herzen Berlins Tagesspiegel vom 21.09.2026 von Masha Slawinski und Valentin Petri Auch auf Bezirksebene gibt es im Zentrum Berlins einen deutlichen Wahlsieger: Die Linke liegt mit 33,7 Prozent weit vor den Grünen und ist damit Anwärterin auf das Amt der Bezirksbürgermeisterin.
Arm und unsexy FAZ vom 21.09.2026 von Jürgen Kaube Berlin war lange ein Symbol politischer Freiheit unter unwahrscheinlichen Umständen. Die Völker der Welt sollten auf diese Stadt schauen, die Universität ihres westlichen Teils heißt „Freie Universität“, der Westen Berlins wurde durch eine Luftbrücke in seiner Freiheit erhalten, ein amerikanischer Präsident bekannte, ein Berliner zu sein – er meinte: ein Westberliner –, ein anderer forderte von Berlin aus, sein sowjetisches Gegenüber solle die Berliner Mauer niederreißen. Die eingeschlossene Insellage der geteilten Stadt machte sie zum welthistorischen Ausnahmefall. Wer in ihr lange gelebt hat, konnte sich dem Reiz dieses Ausnahmefalls nicht entziehen.
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