Leserbriefe
„Berlin braucht weniger Bauprojekte und mehr Grundversorgung“
Leserstimmen via Facebook
Zu dem Artikel „Neptunbrunnen gehört an seinen historischen Standort“ vom 17. Juli 2025 in der Berliner Morgenpost
Statt ständiger Umbauprojekte sollte Berlin vorhandene Probleme lösen. Der Alexanderplatz beispielsweise braucht keine weitere Veränderung, sondern eine Aufwertung seiner bestehenden Strukturen. Die Stadt sollte sich auf bewährte Grundlagen besinnen: mehr bienenfreundliche Bepflanzung, regelmäßige Bewässerung der Stadtbäume und die Schaffung sauberer, sicherer öffentlicher Räume. Diese Maßnahmen würden die Lebensqualität spürbar verbessern. Anstatt kostspielige Neugestaltungen zu planen, sollten vorhandene Anlagen gepflegt und erhalten werden. Viele Bereiche der Stadt wirken vernachlässigt und brauchen Aufmerksamkeit. Berlin braucht weniger spektakuläre Bauprojekte und mehr solide Grundversorgung: funktionierende Infrastruktur, gepflegte Grünanlagen und sichere öffentliche Plätze. Das würde Bürgern und Besuchern gleichermaßen zugutekommen.
Claudia Baschin, per Facebook
Ein williger Mitläufer
Leserbrief von Katrinka Delattre, Hamburg, 23.03.2025
Zum Artikel: "Isi und Isa schlagen sich durch die neue Welt" in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Sehr geehrte Redaktion,
der o.g. Beitrag von Niklas Maak erinnert mich an die Verharmlosung der SED-Diktatur durch Katja Hoyers Buch "Diesseits der Mauer". Hermann Henselmann gibt der Stadt wieder Hoffnung auf die Zukunft, die DDR letztlich doch das bessere Deutschland.
Gelenkte Beteiligung
Leserbrief von Katrinka Delattre, Hamburg, 01.03.2025
Zum Artikel: "Neugestaltung des Rathaus- und Marx-Engels-Forums"
Sehr geehrte Redaktion,
der Leserbrief von Leserin Kerstin Lassnig verlangt mir eine Erwiderung ab. Auch ich habe mich an dem Verfahren "Alte Mitte - Neue Liebe?" beteiligt. Aus meiner Sicht war diese Beteiligung vom Anfang bis zum Ende einseitig und von oben gelenkt. Befürworter*innen einer kleinteiligen Bebauung unter Berücksichtigung der Geschichte vor 1933 wurden teilweise aggressiv von Aktivisten am Reden gehindert, ohne dass die Moderation etwas unternommen hat. Die Anregungen von unserer Seite wurden vollständig in den Leitlinien verschwiegen - dazu veröffentlichte Beiträge im "Tagesspiegel" 2015.
Kein Bad in der Spree
Leserbrief von Manfred Hetmanek, München, 26.09.2024
Zum Artikel: „ Flussbad -Projekt könnte baden gehen“ von Ida Luise Krenzlin in der Berliner Zeitung vom 12. September
Vor 99 Jahren, als das letzte Flussbad schloss, war die hygienische Situation um vieles schlechter als heute, was nicht nur auf das Verhalten der Bürger der Stadt (Fäkalieneinleitungen), sondern viel mehr noch auf die sich rasant entwickelnde Industrie entlang des Flusses zurückzuführen war. Das ist – wie auch immer man das bewerten mag (v.a. den Rückgang der produzierenden Industrie) – ein großer Fortschritt auf dem Weg zu einer ökologisch gesünderen Umwelt. Letzteres ist auch und immer wieder ein Ziel diverser Parteiprogramme. Vor allem unter R2G wurden dahinführende Projekte unterstützt und forciert.
Kurz & Knapp
Leserinnen und Leser zur Bauakademie , Opa allein zu Haus, zum Klimawandel, zu TikTok, Berliner Wortspielen, zur Magnetschwebebahn
Tagesspiegel vom 08.06.2024
Historisch oder modern? Weiter Streit um die Fassade der Bauakademie , vom 27. 05 20.24
Die Behauptung, die Schinkelsche Bauakademie könne nicht originalgetreu rekonstruiert werden, ist schlicht falsch - neben der Dresdener Frauenkirche gibt es weltweit genügend Beispiele. Es ist erneut das Bestreben einer Handvoll von Modernisten, den Bundestagsbeschluss zu unterwandern. Seit Jahrzehnten könnte das rekonstruierte Gebäude stehen. Die Abbildung entsetzlicher Hässlichkeit der modernistischen Reduktion einer der vier Fassadenseiten zeigt erneut die Unfähigkeit der Moderne, Schinkel, dem Initiator der Moderne, auch nur ansatzweise das Wasser zu reichen. ... im Sinne von ... in Anlehnung an ... erinnert an ... die üblichen Schönredefloskeln der Vertreter dieser Architekturformen, die nicht in der Lage sind, einen Stadtraum mit Aufenthaltsqualität zu generieren. In dem Wissen, dass dieser der Bauakademie unangemessen hässliche Banal-Entwurf von über 70 Prozent (Forsa) der Bürgerinnen und Bürger abgelehnt wird, bin ich optimistisch, dass diese viele Steuermittel fressende Bundesstiftung Bauakademie mit ihren Modernisten umgehend aufgelöst wird und dem Bürgerwillen einer Rekonstruktion endlich Rechnung getragen wird.
