Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde des Historischen Berlins, hier unser aktueller

Veranstaltungskalender 2026

 

MITTE FEST 2024Einladung zum Mittefest 2026

Wann: Sonntag, 30. August 2026, 10-20 Uhr
Wo: Parochialkirche, Klosterstraße 67, 10179 Berlin (U2 Klosterstraße)

Die junge Stiftung Mitte hat sich Großes vorgenommen:
Die leere Berliner Mitte zwischen der Spree und dem Alexanderplatz wieder zum wertvollsten Begegnungsraum der Stadt zu machen.

Um dieses große Vorhaben in die Öffentlichkeit zu tragen, laden wir zusammen mit den unten aufgeführten Bürgervereinen zum MITTE-FEST in die im Inneren noch ruinöse Parochialkirche ein.

Wir streben für den zentralsten Teil Berlins baulich gefaßte öffentliche Räume an, in denen sich Menschen aus aller Welt unabhängig von ihrer Herkunft und ihren finanziellen Möglichkeiten gerne aufhalten. Wie aber wird die aktuell noch unter Wert gestaltete Mitte wieder attraktiv für die ganze Stadt und ihre Besucher? Dafür müssen Anwohner, Kultur, Gastronomie und Einzelhandel in großer Zahl in die Mitte zurückkehren. Die Umwandlung von entwerteten Stadträumen in lebendige neue Altstädte ist anderen Orts schon gelungen, so zum Beispiel in Potsdam, Dresden, Lübeck, Frankfurt am Main sowie in London und Paris. Die bauliche Wiedergewinnung der Stadtmitte beginnt idealerweise mit den verlorenen baulichen und kulturellen Leuchttürmen: Bauakademie, Großer Jüdenhof, Graues Kloster, Ermelerhaus, Moses Mendelssohn-Haus und der Alten Synagoge in der Heidereutergasse. Auf dem MITTE-FEST 2026 bieten wir erneut ein spannendes Programm: Sechs zurück- und Ausstellungen, Stadtführungen sowie Vorträge von Roland Stimpel (Fuss e.V.) und Heiko Mehnert (Mehnert/Paris). Live-Musik mit Einladung zum gemeinsamen Singen sowie Speisen und Getränke runden das Programm ab.

VertreterInnen folgender Mitveranstalter sind anwesend und stehen den Besuchenden Rede und Antwort vorausschauende:

Berliner Historische Mitte e. V.
Errichtungsstiftung Bauakademie
Förderverein des Berlinischen Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin-Mitte e. V.
Gesellschaft Historisches Berlin GHB e. V.
Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg e. V.
Stadtbild Deutschland e.V. Ortsverband Berlin

Sechs Ausstellungen zeigen ein dichtes Bild der Berliner Mitte und ihrer Potentiale:

  1. Ausstellung „Mitte für Anfänger“ mit den wichtigsten historischen Photos und Informationen.
  2. Originale Handzeichnungen von Katharina Hagl. Für die Stiftung Mitte Berlin hat sie die zentralen Leerräume der heutigen Stadt spielerisch mit den Häusern der 1920er Jahre gefüllt.
  3. Studierende der University of Notre Dame in Indiana (USA) haben unter der Anleitung von Prof. Dr. Markus Tubbesing anschauliche, wie selbstverständlich wirkende Entwürfe für den Molkenmarkt und das Klosterviertel erarbeitet.
  4. Die vom polnischen Büro Pixelcraft erstellten digitalen Visualisierungen der wichtigsten Plätze der Mitte zeigen die Bebauung des Jahres 1928 in der heutigen Mitte – ohne dass dafür ein Gebäude weichen müßte.
  5. Ausstellung des Fördervereins des Berlinischen Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin-Mitte mit historischen Darstellungen und Überlegungen für die künftige Gestaltung.
  6. Best-of der KI-generierten Neue Altstadt-Ansichten von Frank Terlinden

Programm

Sonntag, 30. August 2026

Führungen

  • 10:00 Führung mit Detlef Hilbrecht „Best-of der Mitte-Führungen seit 2024“ (Treffpunkt Seiteneingang)
  • 10:00 Führung mit Benedikt Goebel „Die wichtigsten verlorenen Häuser Alt-Berlins“ (Treffpunkt Seiteneingang)
  • 11:30 Führung mit Peter Teicher „Kirchengruft der Parochialkirche“ (Treffpunkt Haupteingang)

Eröffnung

  • 13:00 Eröffnung durch Pfarrer Michael Kösling
  • 13:10 Cara Schwarz-Schilling: Begrüßung
  • 13:20 Benedikt Goebel: Einführung in das Mitte-Fest
  • 13:30 Vortrag Benedikt Goebel: „Altstadt-Alphabet: Zentrale Einsichten aus 26 Jahren Mitte-Forschung“

Musik und Kaffee-Kuchen

  • 14:30 Live-Musik mit dem Duo Mamalluca
  • 15:00–17:00Café en blanc in und um die Parochialkirche:
    Alle sind eingeladen, in weißer Kleidung zu kommen und Kaffee und Kuchen mitzubringen!
  • 17:30 Live-Musik mit dem Duo Mamalluca – Einladung zum Mitsingen!

Vorträge und Diskussion

  • 18:00 Vortrag von Heiko Mehnert (Mehnert/Paris): „Qualität im Städtebau und bürgerschaftlichen Engagement“
  • 18:20 Vortrag von Benedikt Goebel: „Nationale und internationale Entwürfe für den Molkenmarkt“
  • 18:40 Vortrag von Roland Stimpel (Fuss e.V.): „Kiezblock Mitte“ 
  • 19:00 Diskussion 

 

ghb7. Stammtisch der Gesellschaft Historisches Berlin

Wann: Mittwoch, 2. September um 19.00 Uhr
Wo: „Fischer & Lustig“, Poststraße 26 • 10178 Berlin (fischerundlustig.de)
Dauer: ca. 1,5–2 Stunden 

Format: ein offenes Treffen in lockerer Atmosphäre. Kommen Sie ins Gespräch, lernen Sie Mitstreiterinnen und Mitstreiter kennen und bringen Sie gern kurze Geschichten, Fotos oder Fundstücke aus der Historischen Mitte mit.

Ziel: ungezwungener Austausch, neue Ideen, gemeinsame Vorhaben.
Kostenlos; Spenden/Beiträge freiwillig

Wir freuen uns auf Sie – Gäste und Interessierte sind ausdrücklich willkommen!

Anmeldung (erwünscht): bitte kurz per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Heiko Mehnert, Organisatorenteam, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

260913 fuehrungDas historische Regierungsviertel an der Wilhelmstraße

Stadtführung am Tag des Offenen Denkmals

Mit Wolfram Giese und Horst Serwene

Wann: Sonntag, 13. September 2026 um 12:00 Uhr
Treff: Hotel Adlon Ecke Wilhelmstraße

Die Wilhelmstr. war ca. 100 Jahre (1850-1945) das Regierungszentrum Preußens und des Deutschen Reiches. Durch den Krieg gab es 1945 im Regierungsviertel große Zerstörungen.

Später wurden durch die DDR weitgehende Abrisse vorgenommen. Aber es sind einige Gebäude erhalten geblieben, die heute als Ministerien, z.B. für Landwirtschaft Arbeit und Soziales, Finanzen sowie für die Verwaltung des Deutschen Bundestages verwendet werden. Sie sind heute auch als historische Zeitzeugen und als Kulturgüter wichtig. Die Entwicklung zu einem wichtigen Teil des heutigen Regierungsviertels wollen wir Ihnen zeigen.

Anschließend besteht noch Gelegenheit zur Vertiefung der gewonnenen Erkenntnisse bei Kaffee und Kuchen in die Geschäftsräume der GHB Wilhelmstr.88 zu gehen.

 

260923 historischer salon17. Historischer Salon

Vergangenheit und Zukunft der Berliner Mitte

Wann: Mittwoch, den 30. September 2026 um 18 Uhr
Ort: Nikolaihaus (Erdgeschoss), Brüderstraße 13, 10178 Berlin

Freuen Sie sich diesmal auf einen ganz besonderen Gast - Andreas Hoferick:
Der 1959 im Harz geborene Künstler absolvierte zunächst eine Steinmetz- und Steinbildhauerlehre, es folgte ein FH-Studium mit Abschluss als Diplom-Restaurator. Im Jahr 1995 gründete er seine eigene Steinbildhauerwerkstatt in Berlin-Weißensee.

Dort arbeitet er mit seinem Team nach traditionellen Methoden. Auf der Grundlage von historischen Fotos, Zeichnungen oder Fragmenten entstehen zunächst Tonmodelle und schließlich detailgetreue Nachschöpfungen aus Sandstein. Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses ist nicht denkbar ohne das zwei Jahrzehnte währende Engagement von Andreas Hoferick. Seine Werkstatt hat zahlreiche monumentale Figuren, Reliefs und Ornamente für die Fassaden und die Kuppel erschaffen. Für das Dach des Humboldt-Forums entstanden bis Mitte 2025 allein 19 Balustraden-Skulpturen, darunter Götter- und Prophetenstatuen. Doch was inspiriert Hoferick allgemein an seiner Arbeit als Bildhauer? Was hat ihn speziell am Projekt Berliner Schloss fasziniert? Wie lief hier seine Arbeit konkret ab? Würde er seine Expertise erneut zur Verfügung stellen, wenn es - soweit politisch gewollt - zu weiteren Rekonstruktionsarbeiten am Berliner Schloss kommen sollte, insbesondere dem Einbau des Gigantentreppenhauses?

Wir freuen uns auf einen spannenden Vortrag mit anschließender Diskussion und bitten um Anmeldung bis zum 27. September 2026 bei unserem stellvertretenden Vorsitzenden Wolfram Giese (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) nebst Entrichtung des Teilnahmebeitrags von 10 Euro für Raum, Speis und Trank auf unser Konto: IBAN DE56 1009 0000 5705 1550 05 - BIC BEVODEBB

 

261011 schinkelplatzDenkmäler in der historischen Mitte, II. Teil

Stadtführung mit Dr. Jörg Kuhn

Wann:Sonntag, den 11.10.26 um 11.00 Uhr
Treffpunkt: Schinkelplatz

Der Weg führt uns vom Schinkelplatz, über den Schlossplatz und die Museumsinsel zum Schloßbrunnen und Lutherdenkmal mit dem Kunsthistoriker Dr. Jörg Kuhn

GHB-Abbildung: Fachkundige Führung zu Denkmälern in der historischen Mitte mit Kunsthistoriker Dr. Jörg Kuhn

 

Vorankündigung der GHB
Mitgliederversammlung - Wahl eines neuen Vorstandes

Sie findet statt im November 2026, 18.00 Uhr in der GHB-Geschäftsstell, Wilhelmstraße 88, 10117 Berlin

Termin: Bekanntgabe erfolgt Ende September 2026

 

 


SPENDENAUFRUF

UNTERSTÜTZEN SIE UNS MIT IHRER SPENDE, DAMIT WIR AUCH WEITERHIN UNSERER PROJEKTE IN ATTRAKTIVER FORM PUBLIZIEREN KÖNNEN

spende ueberweisungstraegerHerzlichen Dank allen Spenderinnen und Spender, die die Arbeit der GHB in den zurückliegenden Jahren tatkräftig unterstützt haben. Ihre Spende trug dazu bei, dass wir die Ziele unseres Vereins ver-wirklichen konnten und durch Ausstellungen, Vorträge, Diskussionen, Führungen und Veröffentlichungen das Historische Berlin vielen Bürgern und Besuchern unserer Stadt näherbringen konnten.
Das historische Berlin ist das Fundament für die Identität Berlins. Dieses Fundament zu erhalten, ist heutzutage keine leichte Aufgabe, insbesondere unter den aktuellen politischen Gegebenheiten.

Die begonnene Arbeit wollen wir verstärkt fortsetzen. Wir arbeiten zur Zeit an Visualisierungen zum Klosterviertel und am Projekt „Intensivierung der GHB-Öffentlichkeitsarbeit“.

Kostenerhöhungen und die demografische Entwicklung in unserer Mitgliedschaft engen unsere finan-ziellen Möglichkeiten ein. Auch die aktive Teilhabe der Mitglieder nimmt aufgrund der Überalterung ab, was zur vermehrten Beschäftigung von Dienstleistern und somit zu höheren Ausgaben führt.

Bitte helfen Sie uns weiterhin mit einer Spende! Jeder Geldbetrag zählt! Unser Verein ist gemeinnützig und darf Spendenquittungen ausstellen.

 


Aktuelle Presse

Bauentwicklung allg. / Kultur / Politik / Berlin Mitte:

Mehr als 1000 Denkmale gingen binnen zwei Jahren verloren
Berliner Morgenpost vom 20.08.2026
Brände, Verfall, Immobilienspekulation: In Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in den vergangenen zwei Jahren mindestens 1077 Denkmale unwiederbringlich verloren gegangen – mehr als eins pro Tag. Dies geht aus dem sogenannten Schwarzbuch der Stiftung hervor.

Unter den Linden und Kurfürstendamm: Zwei Boulevards, zwei Geschichten
Berliner Morgenpost vom 22.08.2026
Berlin Entgegen der alten Volksweisheit kann man durchaus Äpfel mit Birnen vergleichen. Jemand bekennt, dass ihm das eine Obst besser schmeckt als das andere – schon hat er verglichen. So lassen sich auch die beiden weltbekannten Berliner Prachtboulevards vergleichen, auch wenn Unter den Linden eben von Linden , der Kurfürstendamm aber von Platanen gesäumt ist, und sich beide sowieso stärker unterscheiden als Äpfel und Birnen. Wer will, kann sie in Gedanken auch in einen Wettstreit schicken.

Weiter brauchen wir nichts
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24.08.2026 von Albert Kirchengast
Die Debatte um die Schönheit ist zurück. Architekturkritiker debattieren darüber, was heute gute Baukunst sei. Einmal sind es keine wohlmeinenden Artikel, die weismachen wollen, an der Architektur der Gegenwart gebe es nichts zu bemängeln, nichts zu tadeln, wie es in der Kulturkritik sonst doch häufig geschieht. Aber Schönheit? Was für ein Wort!

Verein Flussbad Berlin
Apropos Baden gehen: Seit 14 Jahren versucht der Verein Flussbad Berlin, ein Flussbad in der Spree zu eröffnen – und hat dafür fast genauso lange Fördermittel von Land und Bund erhalten. Wie viel genau, hat der CDU-Abgeordnete Lucas Schaal beim Senat erfragt.

Alle gesammelten Pressestimmen finden auf unserer Homepage unter diesem Link

 

Agenda der Allianz der baukulturell engagierten Berliner Bürgervereine

Berliner Historische Mitte | Errichtungsstiftung Bauakademie | Gesellschaft Historisches Berlin e.V. | Stadtbild Deutschland, Ortsverband Berlin | Stiftung Mitte Berlin

allianz

Die Allianz der baukulturell engagierten Berliner Bürgervereine ist eine seit 2018 regelmäßig tagende Arbeitsgruppe von Berliner Vereinen und Stiftungen, deren Anliegen eine auf den urbanen Qualitäten der europäischen Stadt und den Prinzipien der traditionellen Architektur beruhende Weiterentwicklung der Berliner Baukultur ist. Berlinweit setzen wir uns für einen wertschätzenden Umgang mit dem historischen Baubestand und einen am menschlichen Maßstab und Schönheitssinn orientierten Städtebau ein. Unser Fokus liegt auf der historischen Mitte:

  1. Molkenmarkt und Klosterviertel: Kleinteiliger Wiederaufbau. Gestaltungsvorgaben im Sinne der Berliner Bautradition. Leitfassaden entsprechend unserer Empfehlungen. Rückbau des Funktionsbaus Klosterstraße 44 und kleinteilige Parzellierung auf dem historischen Stadtgrundriss. Wiederaufbau des Grauen Klosters als Schulstandort. Rekonstruktiver Wiederaufbau der Franziskaner-Klosterkirche.
  2. Freifläche zwischen Fernsehturm und Spree: Wiederaufbau von Marien- und Heilig-Geist-Viertel in der Berliner Bautradition. Rückführung der Spandauer Straße auf ihre historische Breite. Festlegung von Leitfassaden.
  3. Brüderstraße – Neumannsgasse – Breite Straße: Kleinteiliger Wiederaufbau und Gestaltungsvorgaben im Sinne der Berliner Bautradition. Wiederaufnahme des historischen Stadtgrundrisses.
  4. Östliche Leipziger Straße ab Charlottenstraße – Spittelmarkt – Gertraudenstraße – Fischerinsel – Mühlendamm: Verschmälerung der Trasse auf die historische Breite und Blockrandbebauung. Verkehrsführung über die ertüchtigte Alte Gertraudenbrücke. Straßenbahnführung in den mittleren Fahrspuren, keine separate grüne Trasse.
  5. Wiederaufstellung von hochwertigen Kopien der Marmorstatuen der Generale der Befreiungskriege Scharnhorst und Bülow an ihren historischen Standorten zu beiden Seiten der Neuen Wache Unter den Linden.
  6. Unter den Linden: Wiederherstellung der Lindenpflanzungen nach historischem Vorbild. Entwicklung eines Masterplans, der die Entwicklung der Straße unter den Gesichtspunkten von Aufenthaltsqualität, hochwertiger Architektur und qualitätsvoller Einkaufs- und Gastronomieangebote zum Ziel hat. Rückkehr zur Baugestaltungsverordnung Historisches Zentrum in der Version von 1997 (an Stelle der 2009 unter der damaligen Senatsbaudirektorin Lüscher erstellten Version).
  7. Verzicht auf den geplanten Erweiterungsbau der Komischen Oper an der Glinkastraße. Neuausschreibung eines Architekturwettbewerbs, bei dem eine bessere Einpassung in den bauhistorischen Kontext der Maßstab ist.
  8. Berliner Schloß – Humboldtforum: Ermöglichung der Rekonstruktion des Schlüterschen Großen Treppenhauses und weiterer angrenzender Innenräume.
  9. Terrasse des Berliner Schlosses: Rückversetzung der Rossebändiger aus dem Kleistpark vor das Portal IV. Wiederaufbau der Adlersäule.
  10. Schloßplatz: Rückkehr des Schloß-/Neptunbrunnens, gegebenenfalls als Replik. Wiederherstellung der Grünanlagen in Anlehnung an den letzten Zustand vor der Zerstörung. Verkehrsberuhigung der Durchfahrt Breite Straße – Französische Straße.
  11. Schloßfreiheit: Baustopp des Freiheits- und Einheitsdenkmals. Rückkehr der bauzeitlichen Mosaiken auf den Denkmalsockel. Spätere Entscheidung bezüglich der endgültigen Gestaltung des Sockelaufbaus, insbesondere des Wiederaufbaus der Kolonnaden des ehemaligen Nationaldenkmals.
  12. Museumsinsel und Spreekanal: Verschmälerung der Bodestraße zwischen Altem und Neuem Museum/Kolonnaden und Neubelag mit Natursteinpflaster. Erneuerung der schadhaften Ufergeländer entlang des Kupfergrabens und Neuanlage des Platzes vor dem Zeughaus.
  13. Berliner Dom: Rekonstruktion der 1975 gesprengten Denkmalskirche. Ein Wiederaufbau wäre unter Verwendung erhaltener Fassadenteile möglich, der Bauplatz an der Nordseite des Doms frei.
  14. Bauakademie: originalgetreue allseitige Rekonstruktion der historischen Schinkelschen Fassaden und Übernahme der inneren Gebäudestruktur und -materialität.
  15. Für die Neuentwicklung des Areals Luisenblock Ost am Schiffbauerdamm befürworten wir – wie am Molkenmarkt – eine kleinteilige Wiederbebauung mit gründerzeitlichen Hausbreiten und hochwertiger, individueller Architektur. Statt weiterer gesichtsloser Büroblocks sollte die Neubebauung durch eine Mischung aus Wohnen, Geschäften, Büros, Kultur und Dienstleistungen ein lebendiger und attraktiver innerstädtischer Standort werden.
  16. Keine weiteren großformatigen Büro- und Verwaltungsgebäude in der historischen Mitte. Die Überbauung mehrerer historischer Parzellen durch großmaßstäbliche Neubauten (wie an der Westseite des Neustädtischen Kirchplatzes geschehen) sollte für den Bereich der Berliner Altstadt ausgeschlossen werden.
  17. Rückbau von Parkplatzflächen (insbesondere quer zum Gehsteig) entlang der Straßen in der historischen Mitte zugunsten breiterer Gehwege und Baumpflanzungen.
  18. Architekturjurys: bei öffentlichen Bauaufträgen auf Landes- und Bundesebene und bei privaten Architekturwettbewerben Einbeziehung der baukulturell engagierten Bürgervereine in die Entscheidungsprozesse. Wettbewerbsausschreibungen sollten den Hinweis beinhalten, dass Architekturentwürfe, die die regionale Bautradition aufgreifen, ausdrücklich erwünscht sind.
  19. Schutz von Altbauten erhaltenswerten vor Abriss und Verunstaltung: Bezirke sollten ein Verzeichnis ihrer besonders Besserer Bausubstanz anlegen. Abrisse von Gebäuden, die zu dieser Kategorie gehören, sollten genehmigungspflichtig werden. Erhaltung und Sanierung, einschließlich der Wiederherstellung des originalen Fassadenbildes, sollte hierbei priorisiert und gefördert werden. Das gleiche gilt für prägende Technikbauten wie Hochbahnviadukte, die vorzugsweise rekonstruktiv saniert oder erneuert werden sollten.

Berlin, 2026

Die fünf baukulturell engagierten Berliner Bürgervereine und ihre Ansprechpartner:

Hubertus Müller (für die Berliner Historische Mitte)
Wolfgang Schoele (für die  Errichtungsstiftung Bauakademie)
Gerhard Hoya (für die Gesellschaft Historisches Berlin e.V.)
Dr. Peter Dobrick (für den Berliner Ortsverband von Stadtbild Deutschland)
Dr. Benedikt Goebel (für die Stiftung Mitte Berlin)

 

Inhaltlich verantwortlich gemäß § 55 Abs. 2 RStV

Gerhard Hoya - Vorstandsvorsitzender
Gesellschaft Historisches Berlin e.V.
Wilhelmstraße 88
D-10117 Berlin

 

Tel. 030 - 20 45 47 46
Fax. 030 - 20 45 47 47
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www.GHB-online.de