25 Jahre GHB

Gesellschaft Historisches Berlin e.V. - AKTUELL

AUSGABE 2017 - NR. 02 - Berlin, den 07.02.2017

 

Vom Baukollegium zur Stadtgestaltungskommission
Die GHB fordert mehr plebiszitäre Elemente

Seit 2008 gibt es das sog. Baukollegium in Berlin. Im Ansatz eine gute Sache und von Frau Lüscher als Mitbringsel aus Zürich importiert.
Es besteht aus 5 handverlesenen Fachvertretern aus den Bereichen Architektur, Freiraumplanung und Stadtentwicklung, welche offiziell ein unabhängiges Beratungsgremium der Berliner Senatsbaudirektorin bilden. Sie beraten  zusammen mit der Senatsbaudirektorin über einzelne Projekte und städtebauliche Planungen von besonderer Bedeutung. Leider agieren die Berater nicht aus ideellen Gründen, sondern erhalten für ihre beratende Tätigkeit eine Vergütung im Rahmen „üblicher Beiratshonorare“. Das Baukollegium ist ein Arbeitsinstrument, um Qualitätsansprüche zu definieren und Vorschläge zu empfehlen; ähnliches gibt es bereits in Lübeck, Tübingen und Regensburg.

Dieser „Stammtisch“ wird Frau Lüscher vermutlich auch die kommende Legislaturperiode beraten.
In Anbetracht des Regierungswechsels und zunehmender Diskussionen um Partizipation und „Stadtmachen von unten“ schlagen wir vor, das Baukollegium zu einer Stadtgestaltungskommission zu entwickeln. Um ein „Obergeschmacksgremium“ zu vermeiden, sollten darin auch Vertreter aus dem Volk, nebst Fachleuten und ggfs. Verwaltungsvertreter repräsentiert sein, welche Frau Lüscher „Berliner Input“ geben können. Die Zusammensetzung sollte zudem auf bestimmte Zeit begrenzt sein.

In München gibt es seit den 70er Jahren ein solches Gremium. Die Sitzungen der 27 Vertreter sind öffentlich und werden im jeden zweiten Monat abgehalten. Sie formulieren Handlungsempfehlungen bei städtebaulich relevanten Projekten.

170206 nl1Bei einer „Berliner Stadtgestaltungskommission“, oder einem „Berliner Konzil für Urbanität“ könnten sich die Berliner Bürger engagieren und bzgl. der baulichen Zukunft ein Mitspracherecht haben. Die plebs urbana, also die Bürgerschaft der Stadt Berlin wäre direkt in wichtige Entscheidungsprozesse eingebunden. Denn die Gestaltung der Stadt allein Frau Lüscher und Frau Lompscher zu überlassen wäre – trotz ihres fachlichen Wissens – vermessen.

Exkurs:
(Da Frau Lüscher nicht wusste, ob sie eine weitere Amtszeit begehen würde, hat sie die Arbeit von sich und dem Baukollegium in einem Buch zusammengefasst. Machen Sie sich ein Bild von den Projekten, die dabei abgesegnet wurden)

 


170206 nl2Veranstaltungen im Februar

Mittwoch, 08.Februar 2017 um 19 Uhr
Der Petriplatz -
Vortrag Dipl.-Ing. Horst Peter Serwene

Welche Planungen gibt es (Bebauungsplan Petriplatz/ Breitestr.)?
Aber was ist inzwischen erreicht ? Das Archäologische Zentrum kommt nicht voran.
Das " House of One " wird in der Öffentlichkeit kaum noch erwähnt.
Welche Verkehrsplanungen für die Gertraudenstr. - Grunerstr. zeichnen sich ab?
Der Versuch einer Bestandsaufnahme.

Ort: Kleiner Säulensaal, Zentral- und Landesbibliothek, Breitestraße 30–36, 10178 Berlin

 


170206 nl3Dienstag, 14. Februar 2017 um 17:00 Uhr
Workshop - Wiederaufbau des Alt Berliner Stadtkerns

In einer 10. Veranstaltung der regelmäßigen Workshop-Veranstaltungen wollen wir auf der Grundlage der bisherigen Ergebnisse der Workshop Veranstaltungen „Wiederaufbau des Alt Berliner Stadtkerns“ vertiefend weiter arbeiten.

Tagesordnungspunkte:
Inhaltliche und räumliche Vertiefungen zur Stadtentwicklungsplanung der Historischen Mitte

Frau Springer, MA Architektur, Dipl.Ing. Gerhard Hoya und Dipl.Ing. Peter Serwene führen durch die Themen und moderieren.

Ort: Am Zirkus 6 in 10117 Berlin

 


170206 nl4Dienstag, 21. Februar 2017 um 15:30 Uhr
Der Wiederaufbau der Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel - Vortrag von Wolfgang Schoele
Präsentiert von radioBERLIN 88,8 vom rbb

Berlin war einmal eine der schönen europäischen Metropolen. Mit dem Brandenburger Tor öffnete sich die barocke Achse Unter den Linden und führte über das Forum Fridericianum zum Schloss. Hier bot sich mit Gebäuden vom Barock bis zum Klassizismus eine Stadtraumkomposition, die im Wesentlichen durch Karl Friedrich Schinkel mit Neuer Wache, Altem Museum, Schlossbrücke, Friedrichswerderscher Kirche und Bauakademie vollendet worden war. Mit der Bauakademie wurde in Schinkels städtebaulichem Konzept für die westliche Spreeinsel der Schlussstein gesetzt. Nach den Bombenschäden von 1945 gab es immer wieder erfolglose Bemühungen für den Wiederaufbau des Gebäudes. Die kürzlich vom Haushaltsauschuss des Bundestages bereitgestellten 62 Mio. Euro für den Wiederaufbau, ermöglichen ab 2017 den Beginn der Aktivitäten. Tickets am Counter der Urania, per Telefon oder auch online auf der Webseite der Urania

Ort: Urania Berlin, An der Urania 17, 10787 Berlin

 


170206 nl5Mittwoch, 22. Februar 2017 um 19:00 Uhr
Nikoleiviertel - Vortrag von Dr. Benedikt Goebel
Lichtbilderabend

Die Vorträge von Stadthistoriker Dr. Benedikt Goebel geben Einblicke in die Baugeschichte der Stadt. Anhand von historischen Straßen-und Architekturaufnahmen führt er die Zuhörer jeden 4. Mittwoch im Monat durch Alt-Berlin

Folgetermin:
22. März 2017 Schloß

Ort: Säulensaal in der ZLB, Breite Straße 30–36, 10178 Berlin-Mitte

 


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